headlights, 2004

Großer "Kleinstadt-Melody-Rock" aus Marburg

Nach fast fünfjährigem Bestehen der Marburger Band unter zunächst wechselnden Personalia entstand über die Jahre nicht nur ein eingespieltes Team, sondern auch ein unüberhörbares Werk in Form einer Album-CD: Mit „Riding on a Derailed Train of Thoughts“ wurden beim Ex-„Hands On The Wheel“-Frontmann Tom Ripphahn 12 Songs aufgenommen, die den Melody-Rock der Band manifestieren. Wer die Musiker live erlebte, wurde Zeuge ihrer Überzeugung und Spielfreude. Ein headlights-Konzert kam nicht nur glaubwürdig beim Publikum an, sondern tatsächlich und echt - genau wie die Musiker selbst das Konzert erleben und nicht nur darstellen wollten. Genau das war das Statement der Band entgegen eines allgemeinen und dem Massenpublikum konformen Trends.

Doch irrt, wer glaubt, dahinter hätte jemals Verbissenheit gelegen – im Gegenteil: es war stets eine Gewährleistung für Spaß auf und vor der Bühne. Die Identifikation mit ihren Songs, kompromisslos gespielte Instrumente und ihre einfühlsamen Arrangements bleiben auch weiterhin ansteckend. Der Wiedererkennungswert ihrer Songs wächst ohne dabei langweilig zu werden. Kreative Melodien rahmen Songs mit den bodenständigen Grooves von Steffen Wutzke (Bass) und Timo Henkel (Schlagzeug), sowie dem bodensteinigen Gitarren- und Mandolinenspiel des Altmeisters Mike Bodenstein ein, die sich mit mal melancholischem, mal enthusiastischem Gesang der beiden Komponisten Jens Flach (Keyboard, Akustikgitarre) und Philipp Kalabis (E-Gitarre, Mundharmonika, Mandoline) ergänzen.